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Projekte

„Es beginnt mit dir – Demokratie im Alltag stärken!“

Demokratisches Handeln beginnt im Kleinen – überall dort, wo Mitbestimmung möglich ist und Haltung gefragt ist. Gerade in herausfordernden Zeiten, die geprägt sind von weltweiten Krisen, Kriegen, der Energiekrise und den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, müssen demokratische Werte besonders geschützt und gelebt werden. Demokratie ist eine gemeinsame Aufgabe – sie beginnt bei jeder und jedem Einzelnen. In Anlehnung an die Kampagne „Es beginnt mit dir.“ des Bundesprogramms Demokratie leben! hat das Forum für Migrant:innen – als Interessenvertretung von rund 64.000 Lübecker:innen mit Migrationsgeschichte – diese Botschaft aufgegriffen und mit einem vielfältigen Buchprogramm an die Migrant:innenselbstorganisationen in Lübeck weitergetragen. Das speziell zusammengestellte Bücherpaket umfasste eine Auswahl an Titeln rund um die Themen Demokratie, Teilhabe und Mitbestimmung. Die Bücher richteten sich an unterschiedliche Altersgruppen und Sprachkompetenzen – mit dem Ziel, demokratische Prinzipien verständlich zu vermitteln, zur aktiven Beteiligung zu ermutigen und zur Reflexion eigener Möglichkeiten anzuregen. Darüber hinaus diente das Buchprogramm als thematischer Brückenschlag zu weiteren Projekten und Veranstaltungen des Jahres – unter anderem: Mit diesem Ansatz wurde Demokratie nicht nur thematisiert, sondern in den Alltag getragen – niederschwellig, bildungsorientiert und verbindend.

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Theater und Kultur – gemeinsame interkulturelle Betrachtung von Vielfalt

Um das Bewusstsein für Alltagsrassismus und Diskriminierung zu schärfen, hat das Forum für Migrant:innen im Jahr 2021 eine Workshopreihe initiiert. In fünf thematisch vielfältigen Veranstaltungen wurde das Thema Rassismus über die künstlerischen Ausdrucksformen Literatur, Lyrik und Theater vermittelt und reflektiert. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der lokalen Maßnahmen für Teilhabe und Zusammenhalt (MaTZ) durch das Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung Schleswig-Holstein. In den Workshops wurden Zitate und Auszüge aus internationaler Literatur, Lyrik und Theaterstücken kultursensibel und im zeitgenössischen Kontext diskutiert. Die Teilnehmenden setzten sich dabei mit verschiedenen kulturellen Perspektiven und historischen Hintergründen auseinander, indem sie die Texte in Beziehung zu anderen Epochen und kulturellen Kontexten stellten. Die Veranstaltungen wurden professionell konzipiert und moderiert, öffentlich im Lübecker Stadtgebiet beworben und unter anderem im Theater Lübeck sowie im Günter-Grass-Haus durchgeführt. Eine fotografische Dokumentation begleitete die Workshopreihe. Daraus entstand ein zeitlos gestalteter Fotoband, der folgende Ziele verfolgt: die Vielfalt wertschätzender und empowernder Perspektiven sichtbar machen, zur Reflexion über eigene (auch unbewusste) rassistische Denkmuster anregen, für die Themen Alltagsrassismus, Diskriminierung, Vielfalt, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt sensibilisieren. Den Abschluss bildete eine öffentliche Veranstaltung, zu der neben den Workshopteilnehmenden auch Mitglieder des Forums, Netzwerkpartner:innen und Kooperationspartner:innen eingeladen waren. Hier wurden nicht nur die Ergebnisse der Workshops präsentiert, sondern auch die Erfahrungen und Erkenntnisse der gesamten Veranstaltungsreihe gemeinsam reflektiert. Wenn Sie gerne noch mehr Informationen und Details über die einzelnen Veranstaltungen lesen möchten, können Sie dies gerne in dieser Broschüre tun. Für einen ersten Überblick finden Sie folgend die Flyer der einzelnen Workshops.

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„Gegen Rassismus und Diskriminierung. Für eine tolerante und freiheitliche Gesellschaft“ – (Integrationsfonds)

Rassismus und Diskriminierung stellen nach wie vor ein zentrales gesellschaftliches Problem dar. Sie führen nicht nur zu individuellem Leid, sondern behindern auch gleichberechtigte Teilhabe und die Anerkennung kultureller Vielfalt. In einer demokratischen Gesellschaft dürfen Herkunft, Name oder Hautfarbe kein Hindernis für Teilhabe sein – im Gegenteil: Vielfalt an Menschen, Sprachen und Kulturen ist eine Bereicherung. Oft geschieht Diskriminierung unbewusst, subtil oder bleibt gesellschaftlich unbeachtet. Um dem entgegenzuwirken, ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus zu setzen und Menschen zu würdigen, die sich für Vielfalt engagieren, hat das Forum für Migrant:innen 2021 – gefördert durch den Integrationsfonds – ein zweiteiliges Projekt umgesetzt. Es knüpfte an die Antirassismus-Initiative des Vorjahres (2020) an. Teil 1: Kreativwettbewerb – Schüler:innen entwerfen Zeichen gegen Rassismus Im ersten Schritt des Projekts wurden Schüler:innen dazu eingeladen, sich kreativ mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und kulturelle Vielfalt auseinanderzusetzen. Schulen wurden aufgerufen sich mit ihren Klassen mit der Thematik zu beschäftigen und künstlerische Beiträge einzureichen – ob Skulpturen, Fotografien oder Zeichnungen. Einzige Voraussetzung: Die Werke sollten sich für die Veröffentlichung auf Postkarten eignen. Ziel war es, jungen Menschen Raum für eigene Ausdrucksformen zu geben, unterschiedliche kulturelle Perspektiven sichtbar zu machen und ihre Stimmen zu stärken. Die drei besten Motive wurden mit je 500 € prämiert. Von den Gewinnerbeiträgen wurden jeweils 5.000 Postkarten gedruckt und verteilt – um ihre Botschaft sichtbar in die Stadtgesellschaft zu tragen. Hier finden Sie die Postkarten: Teil 2: Entwicklung eines Siegels für Vielfalt Aus den eingereichten Schüler:innen-Ideen entwickelte eine professionelle Werbeagentur ein Siegel, das ein klares Zeichen gegen Rassismus und für eine vielfältige Gesellschaft setzt. Dieses Siegel – oben links auf dieser Website sichtbar – wurde zentraler Bestandteil des weiteren Projektverlaufs. In einem nächsten Schritt wurden lokale Akteur:innen (z. B. Unternehmen, Organisationen, Vereine) identifiziert, die sich durch besonderes Engagement gegen Rassismus und für Teilhabe auszeichnen. Der Vorstand des Forums und der damals bestehende Forums-Rat entwickelten in einem Workshop einen Kriterienkatalog für die Vergabe des Siegels. Das erste Siegel wurde, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung, verliehen. Die ausgezeichnete Institution erhielt das Siegel in gedruckter und digitaler Form zur freien Nutzung – z. B. auf Webseiten, in E-Mails oder an Gebäudeeingängen. Dadurch wurde nicht nur ihr Einsatz gewürdigt, sondern auch eine größere Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert.

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